Herren 2 vs. VSG Kleinsteinach 2 3:1 (25:22 21:25 25:16 25:21)
Herren 2 vs. SSC Karlsruhe 3 1:3 (20:25 25:19 22:25 18:25)

Es ist geschafft!!! Unter immensem Druck bezwingen die Herren 2 im vorletzten Spiel der Saison die VSG Kleinsteinbach 2 und bleiben somit in der Verbandsliga. Frei nach dem Motto: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss“ klettern wir am letzten Spieltag noch auf Tabellenrang 7 und sind damit soweit gerettet. (Vorerst) kein Grund also an Coach Uwes Trainerstuhl zu sägen. :)

Obwohl die entscheidende erste Partie gegen Kleinsteinbach mit 3:1 (96:84) dann doch recht deutlich an uns ging, zeigte sich die motivierte Mannheimer Truppe auf dem Center-Court in der GBG-Halle zu Anfang der Partie alles andere als nervenstark. Coach Uwe musste im ersten Satz beim Spielstand von 1:5 bereits die erste Auszeit nehmen und seinen Schützlingen die ernsthafte Frage stellen, ob sie denn die Hosen voll haben. „Das hier ist unser Spiel und wir geben das nicht aus der Hand, also zeigt was ihr könnt“ lauteten die treffenden Worte des Trainerveteranen. Die Ansprache traf genau ins Schwarze. Die Nervosität war im Handumdrehen ad acta gelegt und in kontrollierte Aggression umgewangelt worden. Nasty Aufschläge (insbesondere vom alten Hasen Armin), ein stabiler werdender Block und „unstoppable“ Außenangreifer Johannes waren für die Kehrtwende verantwortlich. Durchgang ein ging verdient mit 25:22 an uns.

In Satz 2 gerieten wir abermals früh in Rückstand, schafften es aber in diesem Satz leider nicht die Gäste noch einzuholen. Einige Unkonzentriertheiten und viele Eigenfehler waren hier satzentscheidend.

In Satz 3 ist dann endlich das gesamte Team im Spiel angekommen und konnte nun als geschlossene und ausgewogene Einheit auftreten, was uns im Angriff unberechenbarer machte. Doch war es unsere Aufschlagsstrategie, die der Hauptgrund für unsere hohe Überlegenheit in Satz numero drei war. Gefährliche und präzise Aufschläge auf einen gewissen Außenangreifer stellten den Gegner vor große Probleme in der Annahme, die unserem Block- und Abwehrriegel viel Zeit verschaffte sich perfekt gegen den Angriff zu positionieren. Mitteblocker Armin allein brachte es auf eine 9er Aufschlagserie, bei der die Weichen auf „Sieg“ gestellt wurden. Auch Außenangreifer Jewgeni ist hier zu erwähnen, der in dem Satz gar 10 Mal aufschlagen durfte.

Satz 4 war dann ein Satz der Sorte: “Wie bitte??...aber irgendwie typisch.“ Der Anfang hätte nicht besser laufen können. 10:1 lautete der Stand nach rund 5 Minuten Spielzeit. Aber wie so oft, schien man sich seiner Sache zu sicher. Kleinsteinbach startete nämlich ein „big-time“-Comeback und setzte sich mit 15:12 in Führung. So schnell wie sich die Siegessicherheit breit gemacht hatte, war sie auch wieder verflogen, was uns alle realisieren ließ, dass unser Klassenerhalt, auch bei einer 10-Punkte-Führung, am seidenen Faden hing. Im Kollektiv fanden wir die richtigen Worte und schafften es das Spiel wieder an uns zu reißen. Am Ende sollte es eine gelungene Blockaktion sein, die uns „game, set and match“ bescherte. 25:21 lautet der Endstand. Als nur Sekunden nach unserem Spiel das Ergebnis der TV Flehingen in Heidelberg online veröffentlicht wurde, brachen alle Dämme und die Freude war gewaltig. Die Flehingen musste nämlich eine 0:3 Niederlage gegen den HTV Heidelberg 2 einstecken, die mit diesem Ergebnis unseren Klassenerhalt und ihren eigenen Meistertitel besiegelten. Nach der kleinen, feuchtfröhlichen Nicht-Abstiegs-Feier gab es aber noch ein Spiel zu spielen.

Völlig ohne Druck und mit dem ein oder anderen Bierchen gedopt ging es dann ins zweite Spiel gegen den SSC Karlsruhe 3. Wir konnten die Partie trotz all dem relativ offen gestalten. Nach 2 Sätzen stand es nämlich 1:1. Doch als dem Team bewusst wurde, dass wir sogar die Chance auf einen zweiten Sieg an dem Nachmittag haben, verflog leider die Lockerheit und Unbekümmertheit. Nach einigen hitzigen Diskussionen und einer gelben Karte für Coach Uwe verloren wir leider in einem knappen dritten Satz die Nerven und unterlagen mit 25:22. Im vierten Satz war dann die Luft raus. Körperlich und mental konnte nur noch wenig gegen die gut aufspielenden Karlsruher aufgebracht werden. Folgerichtig lautet der Sieger des vierten Satzes und des zweiten Spiels, der SSC Karlsruhe. Schade mit ruhigem und nüchternen Kopf wäre an dem Tag sicher mehr gegen die Karlsruher drin gewesen, doch das Hauptaugenmerk lag an dem Samstag auf der ersten Partie.

An dieser Stelle noch einmal der Dank an unseren tollen Fans die uns die ganze Saison über erstklassig unterstützt haben, auch wenn wir nicht immer erstklassig gespielt haben. Fettes Dankeschön und see you next year everybody!!!!!(JH)